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Video-Chatten als Lehrmethode
Athen,bitte melden! Foto: MSNMünchen, April 2006 – Velbert ruft Athen - nicht per Telefon, sondern von Angesicht zu Angesicht, live und in Farbe. Zwei Schulen, fast 3.000 Kilometer voneinander entfernt, lernen gemeinsam Englisch. Und sie nutzen dafür eine Kommunikationsform, die viele Schüler bereits aus ihrem Freizeitbereich kennen: den MSN Messenger. Über Webcams und Headsets an den Schul-PCs sind deutsche und griechische Lehrer und Schüler der Hardenbergschule Velbert-Neviges und der Avgoulea Highschool in Athen verbunden und können per Messenger-Video-Chat miteinander kommunizieren.

Am Computer lernt es sich besser, bestätigte die neueste internationale Pisa-Auswertung im Januar 2006: Wer als Schüler regelmäßig den Computer zum Lernen nutzt, zeigt durchschnittlich in allen wichtigen Schulfächern bessere Leistungen. Ein "Jugend-Medium" wie der MSN Messenger, der in Deutschland 4,6 Millionen und europaweit 52 Millionen Benutzer zählt, Echtzeit-Kommunikation und Videokonferenzen mit Bild- und Sprachübertragung ermöglicht, ist nicht nur bei Schülern "angesagt", sondern bietet Lehrern die Möglichkeit, Unterricht und Lehrplan neue Akzente zu verleihen.

Gemeinsam Lernen mit Tom Cruise

Ihre Mentalitäten sind verschieden, aber ihre Themen sind dieselben: So diskutieren deutsche und griechische Schüler in der Englischstunde per Messenger über Hollywood-Star Tom Cruise. In Schrift und Bild, in Einzel- und Gruppenarbeit lernen sich die Zehntklässler aus Velbert und Athen kennen, nutzen Medium und Technik gekonnt und erlernen motiviert und auf spielerische Art die gemeinsame Fremdsprache. Da wird sogar auf die Pause verzichtet, so gebannt beschäftigen sich die rheinischen Schülerinnen und Schüler mit dem modernen direkten Draht zu den gleichaltrigen Griechen. Nach dem Englischunterricht bleiben die Schulen online verbunden: Die Deutschstunde wird genutzt, um den Schülern der Avgoulea Highschool im Messenger beim Erlernen ihrer zweiten Fremdsprache Deutsch zu helfen.

Schulnetzwerk "IQ:on" - Der Lehrer hat stets die Kontrolle

Für das in dieser Form einmalige deutsch-griechische Pilotprojekt, das auf der Bildungsmesse Didacta 2006 in Hannover vorgestellt wird, wurden nicht nur Webcams installiert, Stundenpläne abgeglichen und Unterrichtskonzepte erstellt. Damit der Lehrer stets die Kontrolle über die interaktive und interkulturelle Messenger-Schulstunde hat, entwickelte die Firma Conciety eigens eine Integration in ihre Schulnetzwerklösung "IQ:on Netzwerk". Das Schulnetzwerk ist eine gemeinsame Initiative von Conciety, Microsoft, Dell sowie Intel für vernetzte Lernumgebungen in der Schule und damit sinnvolle Nutzung von Multimedia und Internet im Unterricht.

"IQ:on Netzwerk" ermöglicht, den Computer-Einsatz im Unterricht für Lehrer und Schüler einfach und sicher zu gestalten. Der Lehrer hat jederzeit Zugriff auf die Rechner seiner Schüler und kontrolliert damit den Ablauf und die Inhalte des Unterrichts. Er kann zentral schnelle Änderungen vornehmen, Menüs erstellen oder spezielle Webseiten und Applikationen sperren. Durch eine einfache Bedienung, ideal auch für Lehrer ohne IT-Fachwissen, kann sich der Lehrer ganz dem Unterrichtsstoff zuwenden und muss sich nicht der Datenverarbeitung widmen.

eLearning per Videoübertragung

Der direkte Kontakt per Videobild ist für die Schüler faszinierend und für den Lernerfolg ausschlaggebend. Zugleich verbergen sich hinter den Live-Bildern im Messenger hohe Datenmengen, die während des Unterrichts quer durch Europa rauschen. Während beim Video-Messaging im Freizeitbereich ein üblicher DSL-Anschluß ausreicht, wurden an der Hardenbergschule in Velbert durch den Kommunikations- und Datendienst-Spezialisten TeleBel, ein Unternehmen der Versatel-Gruppe, gleich 15 Internet-PCs aufgerüstet, die parallel eine Videoverbindung aufbauen können. Die dafür eigens installierte sogenannte SDSL-Leitung, die es ermöglicht hohe Datenraten gleichzeitig in beide Richtungen zu verschicken, verfügt über eine Daten-Bandbreite von 2,3 Mbit/s.

Reizvolle internationale Kontakte

"Technologien, die Lernen durch direkten Zugriff auf visuelle und auditive Darbietungsformen ermöglichen, können modernen kommunikationsorientierten Fremdsprachenunterricht effektiv ergänzen", so Karsten Schillies, Projektleiter und Lehrer an der Hardenbergschule in Velbert. "Reizvoll für unsere Schüler ist sicherlich auch der neue direkte Draht zu unserer Partnerschule in Griechenland und die dadurch entstehenden neuen internationalen Kontakte."

"Für den MSN Messenger entsteht hier ein neues, pädagogisch sinnvolles Einsatzgebiet, das die Sprachkenntnisse und Medienkompetenz der Schüler fördert sowie die Beziehungen zwischen Partnerschulen verbessert", so Bernhard Grander, Pressesprecher MSN Deutschland. "Ein innovatives Projekt wie dieses ist nur möglich, wenn Schule und Umfeld das Potential für sich erkennen. Wir freuen uns über das starke Engagement der Stadt Velbert durch den Bürgermeister Stefan Freitag, der Hardenbergschule Velbert sowie der Avgoulea Schule in Athen."
 
Das Schulnetzwerk IQ:on
Der MSN Messenger
 
 
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