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| study.log | PRINT | | Zettelkasten, Mind-Map & ePortfolio |
Hamburg, Juni 2006 – (von Stephan Münte-Goussar) Im MultiMedia-Studio des Fachbereichs Erziehungs- wissenschaft der Universität Hamburg wird ein datenbankbasiertes Studienmaterial-Organisations-Tool entwickelt: study.log ist zugleich digitale Literatur- und Material-Sammlung, Zettelkasten, Mind-Map-Tool und individuelles ePortfolio. Es arrangiert sowohl digitale Dokumente, Bilder, Filme, eigene Notizen, als auch dazu gehörige Metadaten wie Quellenangaben und Stichwörter.
Kontexte
study.log ist vor allem auf die Bedürfnisse geisteswissenschaftlicher Forschung und Lehre abgestimmt. Studieren, Lehren und Forschen in den Geisteswissenschaften bedeutet Umgang mit tradierten Kulturinhalten: mit externalisiertem, abgelegtem, aufgezeichnetem und archiviertem Wissen, das in lesbaren Dokumenten, oder allgemeiner: in bedeutungstragenden Materialien, vorliegt. Diese werden gelesen, be- und fortgeschrieben, analysiert, interpretiert, dekonstruiert. Sie werden gespeichert, indiziert, sortiert, katalogisiert und kontextualisiert. Geisteswissenschaft ist eine stete Durcharbeitung von vorhandenem Wissen mit dem Ziel der Generierung von Neuem.

Vorhandenes Wissen wird dabei in Information transformiert und Information in (Handlungs-)Wissen rückübersetzt. Dabei stellen die einzelnen Informationspartikel zwar notwendige Elemente des Lernens und Forschens dar, entscheidend aber ist die Position, die dem einzelnen Element in der Gesamtheit aller übrigen Elemente zugewiesen wird. Erst diese De- und Re-Kontextualisierung gibt dem einzelnen Informationspartikel Bedeutung, und es entsteht Wissen. Der Lern- und Forschungsprozess besteht in der Herstellung von Relationen zwischen bestimmten Wissensfragmenten. study.log unterstützt diese Relationierungen durch Visualisierung.
Knowledge-Discovery-Tool und ePortfolio
Im Forschungsprozess wie im individuellen Lernprozess verändern und vervielfältigen sich diese Relationen stetig. Ein Element, das fest in einen Kontext eingebunden schien, findet plötzlich unter einer anderen Perspektive auch in einem anderen Kontext Verwendung und einen sinnvollen Platz. Das gesamte Verweisungsgefüge verschiebt sich, muss re- oder neu formuliert werden. study.log unterstützt diese Wiedervorlagen. In diesem Sinne ist study.log zugleich ein Knowledge-Discovery-Tool und ein permanentes ePortfolio des eigenen Lern- und Forschungsprozesses.
Kollaboration
Verbindet man study.log mit Online-Lern und Kommunikationsplattformen, unterstützt es die Forschungsprozesse einer wissenschaftlichen (Lern-)Community. De- und Re-Kontextualisierung finden im Kollektiv statt und arbeiten an der Strukturierung eines gemeinsamen Forschungsgegenstandes oder eines ganzen Forschungsfeldes. study.log unterstützt diese Kollaboration.
Kontakt:
Prof. Dr. Torsten Meyer und Stephan Münte-Goussar
Universität Hamburg - Fakultät 4
FB Erziehungswissenschaft - Sektion 1, MultiMedia-Studio |
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