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VirtPresenterPRINT
Vorlesungsvideos bald weltweit kostenlos erhältlich
Osnabrück, August 2009 - ELearning-Experten der Universität Osnabrück wollen Studenten künftig weltweit einen kostenlosen Internetzugang zu Vorlesungsvideos ermöglichen. An dem Vorhaben werde gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Berkeley (USA), Cambridge (Großbritannien) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich gearbeitet, erklärte der Osnabrücker Informatik-Professor Oliver Vornberger in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.

Vornberger hatte zur Unterstützung der virtuellen Lehre an der Universität Osnabrück die Software "VirtPresenter" entwickelt, für die er erst jüngst den Ars-legendi-Preis für herausragende Leistungen in der Hochschullehre erhalten hatte. Dadurch seien die Wissenschaftler aus Berkeley, Cambridge und Zürich auf das Projekt aufmerksam geworden, sagte Vornberger.

Jetzt hätten Stiftungen aus den USA, der eLearning-Verbund der niedersächsischen Hochschulen (ELAN) sowie das niedersächsische Wissenschaftsministerium 1,5 Million US-Dollar zur Verfügung gestellt, um das Projekt Opencast zu fördern. Dabei gehe es um Qualitätsverbesserung der Lehre durch Einsatz neuer Medien, erklärte Vornberger. Basierend auf dem "VirtPresenter" solle eine Software entwickelt werden, mit der Studenten auf der ganzen Welt kostenlos Vorlesungen im Internet anschauen können. Anwendungsbereit werde das System voraussichtlich in etwa einem Jahr sein, meinte Vornberger.

Die Osnabrücker seien für die Player-Komponente zuständig, sagte Vornberger, der das Projekt leiten wird. Sie sorgten dafür, dass die Software wie bei einem Videorekorder Funktionen wie Play oder Vor- und Rückspulen bietet. Zudem soll es in dem Programm eine Funktion geben, mit der jene Stellen in den Vorlesungsvideos angezeigt werden, die von den Studenten am häufigsten betrachtet wurden. Viele Studenten wollten wissen, welche Passagen andere für die wichtigsten angesehen haben. Die Lehrenden erführen dadurch wiederum mehr über das Vorlesungsverhalten der Studierenden, sagte Vornberger.
 
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