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| Content | PRINT | | Selfauthoring bei der Victoria |
Düsseldorf, Dezember 2004 – Ständig zu aktualisierende Lernprogramme, viele neue Inhalte, hohe externe Produktionskosten. Das waren die Gründe, weshalb sich die Victoria Versicherungen im Jahr 2003 entschieden, selbst in die Produktion von Lernprogrammen einzusteigen. Dr. Sabine Erkens schildert für CHECKpoint eLearning den Umstiegsprozess.
Ausgangspunkt war ein Lernprogramm zur betrieblichen Altersversorgung, das wegen der gesetzlichen Bestimmungen schon wieder fast nicht mehr aktuell war, als die produzierende Firma es auslieferte. Also mussten die Arbeitsprozesse optimiert und in weniger Hände gegeben werden.
Erste Schritte
Als Basiswerkzeug wurde ein Autorentool eingesetzt, mit dem wir diesen Schritt wagten. Aber ein solches Werkzeug muss immer an firmenspezifische Anforderungen angepasst werden. Dazu erwies sich die Kooperation mit Prof. Dr. Marmann vom Fachbereich Medien der FH Düsseldorf als sehr geeignet. Die Anpassung des Autorentools umfasste zahlreiche technische Erweiterungen sowie die Entwicklung individueller Funktions- und Gestaltungstemplates für jeden erdenklichen Anwendungsfall. Gleichzeitig – und dies war mindestens genau so wichtig für den Erfolg des Projektes – wurde das herkömmliche Vorgehensmodell bei der Konzeption und Entwicklung von Lernmodulen von Grund auf neu definiert. Dies bedeutete neue Rollen und Kompetenzen für alle am Projekt Beteiligten.
Im Rahmen dieser Kooperation wurde das alte Lernprogramm auf die neue Arbeitsebene gebracht. Während dieses Reengineeringprozesses entstand die Victoria E-Learning Workbench, mit der die Fachautorin direkt Bildschirmseiten erstellen und auch unmittelbar testen kann. Mit der Workbench verschmelzen daher Autorenschnittstelle und Produktionsschnittstelle – eine separate Drehbucherstellung entfällt vollständig!
Ergebnisse
Durch die direkte Erstellung der Bildschirmseiten inhouse konnten die Qualitätssicherungsprozesse mit externen Drehbuchautoren ausgeschaltet werden. Der eigentliche Produktionsprozess wird auf das abschließende Publishing reduziert, der zunächst durch die FH Düsseldorf vorgenommen wird. Ziel ist es, auch diesen finalen Fertigungsschritt demnächst inhouse zu gestalten. So wurden die Lernprogramme schneller, flexibler und kostengünstiger produziert als mit externen Anbietern – und dies bereits beginnend mit dem ersten Projekt.
Bei allem zu beachten
Im Gegensatz zum Rapid- eLearning-Ansatz sehen wir auch bei diesen Programmen ein hohes Mass an Teilnehmeraktivität als wichtig an. Deshalb legten wir Wert darauf, dass der Fachautor auch didaktisch vorgehen und gestalten kann. Dagegen haben wir im Interesse der Performance als WBT auf ein voll vertontes Programm verzichtet. Damit können besonders bei Aktualisierungen die zeitlich und finanziell aufwendigen Vertonungen gespart werden. Audio wird nur an wenigen Stellen eingesetzt. Video wird innerhalb des WBTs nicht angeboten. Die Videobeispiele zeigt eine parallel angebotene CD-ROM. Hier warten wir auf flächendeckendes DSL.
Die Perspektive
Den ersten Produktionen werden im Jahr 2005 weitere Projekte folgen. Damit wird ein erfolgreiches Produktionskonzept erfolgreich weitergeführt. Mittelfristig heißt unser Ziel: Selfauthoring – Selfproduction – Selfpublishing!
Nebenbei gesagt: Auch wenn hier über die Produktion von Lernprogrammen gesprochen wurde, gilt für die Victoria nach wie vor bei der Einführung der Blended Learning Ansatz. Soll heißen: schnelle Produktion von Lernprogramme ist die eine Seite, die Einführung, Integration und Nutzung der Lernprogramme zur Weiterbildung, die Betreuung der Lerner ist die andere. |
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