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| Best Practice... | PRINT | 20. Fachtagung am 27./28.10.2008 in Augsburg: Qualifizierung nach Maß |
Halblech, Oktober 2008 - Einst als Lösung für sämtliche, im weitesten Sinne mit Lernen verknüpften Probleme angepriesen, wurde schnell erkannt, dass auch E-Learning nicht das Allheilmittel für missglücktes Wissens- und Informationsmanagement darstellt – oder etwa doch? "Qualifizierung nach Maß" heißt das Thema der 20. Fachtagung der Qualitätsgemeinschaft innovatives Lernen, die wir in diesem Jahr am 27. und 28. Oktober in Augsburg veranstalten. Gemeint sind moderne und effiziente Lehr- und Lernformate, die Ziel aller Protagonisten sind. Während der zweitägigen Veranstaltung stehen ihre optimale Gestaltung und Realisierung im Mittelpunkt, vom Bildungsmanagement über didaktische Verfahren und notwendige, modulare Produktstrukturen. Als einer der Markführer für innovatives Lernen zeigt e/t/s didactic media den Weg zum "wissensorientierten Maßanzug".
Spannungsbögen im Blick
"Das Tool ist insgesamt gut, aber für unsere speziellen Anforderungen müssten die Funktionen doch noch etwas anders sein". Eine Aussage, die auf die fast unendliche Liste der Funktionalitäten hindeutet, die ein eLearning-Tool mitbringen soll. Wobei letztendlich, nach meist teurer und zeitaufwändiger Anpassung, nur ein Bruchteil von ihnen jemals genutzt wird. Hier öffnet sich eine Schere zwischen visionären Ideen und realistischen Nutzungsmöglichkeiten sowie zwischen Kosten und Nutzen.
Neben diesem Spannungsbogen zwischen Technologie und Bildung fasst unsere Fachtagung auch das komplexe Thema der Bildungsformate ins Auge – und damit das Feld zwischen E- und Blended Learning. "Jeder lernt, was er will, wann er will und wo er will. Und außerdem nur genau das, was er gerade braucht": Eine schöne und Effizienz versprechende Vorstellung. Damit der Anspruch erfüllt werden kann, brauchen wir zum einen flexible und komplexe Konzepte.
Zum anderen sind Menschen gefragt, die solche konzipieren und steuern können. Kurz: TeleCoaches sind neben funktionierender Technik und guten Inhalten der zentrale Faktor für erfolgreiches eLearning.
Mit der 20. Fachtagung der Qualitätsgemeinschaft innovatives Lernen richten wir uns an Bildungsinstitute, Personalentwickler in Unternehmen sowie an alle Teilnehmer von Bildungsangeboten. In einem Mix aus Vorträgen und Workshops werden Strategien, Maßnahmen, Chancen und Trends vorgestellt und diskutiert, Praxisberichte und Konzepte von Experten bilden dabei stets die Grundlage. Bildungsmanagement wollen wir als die ideale Prozessorganisation von Qualifizierungsverfahren verstanden wissen, die schlussendlich zum gewünschten Erfolg führt.
Einige der Grundsatzfragen in diesem Zusammenhang möchte ich hier anreißen in der Hoffnung, sie am 27. und 28. Oktober in Augsburg mit Ihnen weiter diskutieren zu können.
Individualisierung versus "Massen-Beschulung"?
Nicht immer müssen eigene Konzepte für einen Qualifizierungsbedarf entwickelt werden. Über eine sinnvolle Modularisierung des Lernstoffs lassen sich auch individuelle Anforderungen erfüllen. Beispiele aus dem eLearning-Alltag werden dies auf der Fachtagung unter Beweis stellen: Mit dem Angebot "AzubiN@twork" können sich zum Beispiel Auszubildende auf ihre IHK-Abschlussprüfung vorbereiten. Vollkommen ohne jede Präsenzveranstaltung wird den Auszubildenden der prüfungsrelevante Stoff online angeboten.
Dabei müssen die Azubis jedoch aktiv werden: Wöchentliche Aufgaben werden gestellt und an zertifizierte Coaches zur Korrektur übersandt. Kurze Zusammenfassungen der wichtigsten Inhalte bieten einen schnellen Überblick über den prüfungsrelevanten Stoff. Zusätzliche interaktive Lernmodule ermöglichen die gezielte Nacharbeit bestimmter Themen. Darüber hinaus diskutieren die Azubis die Inhalte der Woche in wöchentlichen Chats mit den TeleCoaches, die allesamt selbst Prüfer der IHK sind.
Interaktive, modular aufgebaute Lernprogramme stehen daneben auch als Unterstützung beim Lernen während der Ausbildung zur Verfügung. Von der Individualisierung zum Standardangebot und zurück ist es also kein allzu großer Schritt.
Ganzheitlichkeit versus Einzelproblemlösung?
Auch in diesem Punkt muss es kein "entweder oder" geben. Ein Beispiel für die optimal funktionierende Kombination sind die Wirtschaftsförderungsinstitute, der größte Weiterbildungspartner für Österreichs Wirtschaft – und mit Gastreferent Hannes Klett ebenfalls an der Fachtagung beteiligt. Das Unternehmen hat einen eigenen Hauptsitz in jedem der neun Bundesländer und über 80 Geschäftsstellen. Dennoch ist eLearning weitgehend einheitlich gestaltet. Es existiert eine übergreifende Organisation, die das gesamte System steuert.
Daneben verfügt jede Kammer über einen eigenständigen Mandanten innerhalb des Lernsystems. Die Landesorganisationen können individuelle Schulungskonzepte verfolgen, landesspezifische Kursangebote machen und betreuten Unternehmen auch für komplett unternehmensspezifische Kurse die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellen. Ausschlaggebend für die erfolgreiche Funktion dieser Organisationsstruktur ist wiederum nur eins: Idee und Konzeption müssen passen. Und das technische Instrument ermöglicht in entsprechender Flexibilität die Realisierung.
Virtualität versus Präsenz?
Reine Präsenzschulungen sind – direkte und indirekte Kosten betrachtet - mit das teuerste Konzept. Und für Dozenten ist es vor Ort oft schwer, die eigentlichen Vorteile der Präsenz, nämlich Gruppenübungen oder dynamische Diskussionen, auch wirklich umzusetzen. Der Grund: sie müssen zu viel "Stoff" unterbringen. Daher die kritische Frage: Lohnt sich eine Präsenz wirklich "um jeden Preis"? Betrachtet man "Präsenz" als eine Methode von vielen, sollte nicht mehr nach dem Motto "was ist besser" zwischen virtuell und präsent unterschieden werden.
Vielmehr gilt es zu klären, welche Methode die beste ist, um das Lernziel unter den gegebenen Voraussetzungen zu erreichen. "Präsenz von heute" kann auch online sein –Beispiele dafür sind Angebote wie MPO ManagementPraxisOnline® oder auch TCI TeleCoachInternational®. Sie machen individuelles Lernen unabhängig von Zeit und Raum möglich – und dennoch besteht auch im virtuellen Raum die Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit den Trainern.
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