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| ELearning-Vorreiter | PRINT | | Ausbau der Lerninfrastruktur an der TU München
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Saarbrücken/München, Juni 2009 – Die Technische Universität München (TUM) hat ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zu einer integrierten Lerninfrastruktur erfolgreich absolviert. Seit kurzem erleichtert die Einführung von Shibboleth als Softwarelösung den Zugang zu verschiedenen Softwaresystemen und Diensten der TUM. Shibboleth ermöglicht ein Web-basiertes Single Sing-on, d.h. ein Nutzer muss sich lediglich ein Mal anmelden, um auf alle Dienste oder Rechner, für die er berechtigt ist, zugreifen zu können. Die zentrale Lernplattform CLIX der Saarbrücker IMC AG ist als Dienst in die neue Infrastrukturlösung eingebunden.
In den zurückliegenden vier Jahren hat sich die TUM zu einem Vorreiter in Sachen eLearning entwickelt und große Anstrengungen unternommen, technologiegestützte Formen der Lehre hochschulweit zu etablieren. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Integration der zentralen Lernplattform CLIX mit IT-Systemen zur Nutzerverwaltung und Veranstaltungsplanung sowie die Durchgängigkeit von Lehr-/Lernprozessen mit administrativen Prozessen der Studienverwaltung.
Der jetzt gelungene Integrationsschritt auf Basis von Shibboleth bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. So wird hochschulübergreifendes eLearning bzw. die hochschulübergreifende Nutzung von Diensten in Wissenschaft und Lehre sehr viel einfacher. Möchten Studierende einer anderen Universität Lehrangebote auf der TUM-Plattform nutzen, authentifizieren sie sich zuerst bei ihrer Heimateinrichtung; nach Zustimmung zu den TUM-Datenschutzrichtlinien kann die Lernplattform der TUM direkt genutzt werden. Auf dieser Grundlage können künftig Lehrangebote ohne größeren Koordinations- und Verwaltungsaufwand auch für Studierende anderer Hochschulen angeboten werden.
Gemeinsame Studienangebote, für die der neue Authentifizierungsdienst bereits greift, gibt es aktuell mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Weitere gemeinsame Lehrangebote von LMU und TUM – etwa in der Medizin – werden demnächst auf der TUM-Plattform angeboten. Im Rahmen der Virtuellen Hochschule Bayern wird das Angebot weiter ausgebaut.
Die Shibboleth-Integrationslösung ist jedoch nicht auf CLIX beschränkt, sondern offen für weitere hochschulinterne und -externe Dienste. Auch sie stehen künftig den Nutzern nach nur einem einzigen Authentifizierungsschritt zur Verfügung. So entfallen lästige Anmeldeprozeduren und es entsteht eine durchgehende Dienstelandschaft, die an der TU München neben der zentralen Lernplattform auch die Systeme für die Studierenden-, die Prüfungs- und Veranstaltungsverwaltung, die Bibliothek und verschiedene Informationsportale umfasst.
Ermöglicht wird dies alles durch die Anbindung der TUM-Lösung an die Authentifizierung- und Autorisierungs-Infrastruktur des DFN-Vereins (DFN-AAI). "Die Shibboleth-Anbindung ist für uns ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer integrierten Lern- und Serviceinfrastruktur", betont Dr. Kai Wülbern, CIO der Technischen Universität München.
"Das elektronische Vorlesungsverzeichnis und die Veranstaltungsverwaltung sind bereits an die Lernplattform angebunden. Jetzt haben wir den entscheidenden Schritt bei der Zugangs- und Studierendenverwaltung vollzogen. Im Ergebnis sind nun die zentralen Lehr-/ Lernprozesse in der Plattform sehr eng mit den administrativen Prozessen verzahnt."
Die Shibboleth-Anbindung von CLIX ist das Resultat der engen Entwicklungspartnerschaft zwischen der TU München und der IMC. Im Rahmen des Projekts "elecTUM", dessen Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis Mitte 2008 lief, wurden die technologischen Voraussetzungen für den Aufbau einer Lerninfrastruktur mit CLIX als Kernstück entwickelt.
"Wir haben die Möglichkeit zur Integration von CLIX in eine Shibboleth-Lösung im Produktstandard realisiert", erläutert Frank Milius, verantwortlicher Produktvorstand bei IMC. "Dadurch steht die Lösung auch anderen Hochschulen zur Verfügung, die eine entsprechende Authentifizierungs- und Autorisierungsinfrastruktur aufbauen wollen. Insgesamt bietet CLIX damit ein umfassendes Integrationsframework, das die Einbindung des Systems in umfassende Lerninfrastrukturen ermöglicht."
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