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Macht eLearning schlau?PRINT
Von der Nachplapperkultur zur Reflexionskultur?
Rostock, Mai 2010 - Thomas Glatt von Credit Suisse, eLearning Solutions moderiert auf der eLBa2010 gemeinsam mit Prof. Hasebrook (zeb) den Workshop "Denkakrobaten oder Denkbürokraten – macht eLearning schlau?" Im Vorfeld befragte Antje Heinitz (Copendia) den Moderator Thomas Glatt, bekannt durch die Moderation der Spinnersuite auf der LEARNTEC, nach seinen Vorstellungen und Zielen zu diesem Thema.

Gemeinsam mit Prof. Hasebrook moderieren Sie den Workshop "Denkakrobaten oder Denkbürokraten – macht eLearning schlau?" Wie gestalten Sie die Veranstaltung?

Thomas Glatt:
Nach kurzen Inputs von uns wollen wir der Diskussion einen breiten Raum lassen. Das Publikum ist aufgefordert, gelungene Beispiele vorzuführen und die Diskussion mit eigenen Statements zu beleben. Es ist der Anspruch des Workshops, die Ergebnisse der Diskussion festzuhalten und allen Kongressteilnehmern zur Weiterdiskussion bereitzustellen.

Einerseits fordern staatliche Institutionen immer mehr einen klaren Bildungsnachweis, andererseits hat man erkannt, dass Wissen allein noch nicht zu einem nachweisbaren Kompetenzerwerb führt. Denken auch Sie, dass schnell produziertes, global verfügbares eLearning häufig auf Kosten der dafür notwendigen Didaktik und der Nachhaltigkeit der Bildungsangebote geht?

Thomas Glatt:
Ich denke schon, dass wir uns hier auf einer Gradwanderung bewegen. Es stellt sich für uns als Anwender die Frage, was eLearning-Programme tatsächlich abprüfen. Sind wir auf dem Weg zu einer Reflexionskultur oder bleiben wir in einer Nachplapperkultur stecken? Inwiefern kann eLearning überhaupt zu einem Nachdenken anregen? Ob derzeitige Programm geeignet sind, nachhaltiges Lernen zu unterstützen, kann keiner beantworten. Ebenso wenig, wie Bildungsverantwortliche die Herausforderungen umsetzen, didaktische Anforderungen mit innovativen Ideen zu unterstützen.

Haben Sie Lösungen parat?

Thomas Glatt:
Gemeinsam mit den Teilnehmern unseres Workshops werden wir diese Fragen erst einmal diskutieren. Aufklären werden wir sie sicher nicht, aber Anregungen zu Lösungsansätzen mitnehmen.

Welche Zielgruppe wollen Sie mit diesem Workshop erreichen?

Thomas Glatt:
Alle, die mit eLearning konfrontiert sind. Der Workshop kann ohne fachspezifische Vorkenntnisse besucht werden und richtet sich an Entscheider, Führungskräfte und Bildungsexperten in Hochschule, Unternehmen und Organisationen. An Beispielen aus der Praxis wird gezeigt:
  1. wie eLearning zur Reflexion anregt;
  2. welche Ideen eLearning interaktiv und nachhaltig machen;
  3. und wie damit ein höherer Lernerfolg erreicht wird.
Letztlich geht es auch um neue Perspektiven für alle Akteure im eLearning, um die sinnvolle Nutzung und Erweiterung des bestehenden Handlungsspielraumes.

Sie waren bereits im vergangenen Jahr als Referent auf der eLBa vertreten. Was zieht Sie erneut in den hohen Norden?

Thomas Glatt: Die eLBa lockt mit kompetenten Referenten, einem breiten Angebot attraktiver Workshops und einer kleinen Messe. Sie "verführt" einfach zum Mitmachen. Die Strandparty ist dabei nur ein Sahnehäubchen obenauf.
 
Mehr über die Workshops im Rahmen der eLBa
 
 
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