Wissensaustausch

Hybrid Work-Ansätze müssen sich weiterentwickeln

Michigan/Berlin, Januar 2023 - Die Umstellung auf Hybrid-Work-Modelle hat den Arbeitsalltag in vielen Unternehmen interaktiver, effizienter und digitaler gemacht. Inzwischen werden jedoch auch die Grenzen und Herausforderungen solcher Modelle zunehmend relevant: Zoom Fatigue und Proximity Bias beispielsweise sind in diesem Zusammenhang reale und belegte Phänomene. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheit auf einen eklatanten Fachkräftemangel in fast allen Branchen trifft, kann das zu einem erheblichen Problem für Unternehmen werden.

Eine vielversprechende Lösung besteht in der Weiterentwicklung von Hybrid Work-Ansätzen in Richtung visueller und damit asynchroner Kommunikation, um Remote- und Vor-Ort-Mitarbeitende gleichermaßen in die Arbeitsprozesse einzubinden. Es gilt sicherzustellen, dass Informationen jederzeit und für alle verfügbar sind. Visuelle Kommunikation – sprich die verstärkte Nutzung von GIFs, Screenshots, bebilderten Anweisungen und insbesondere Videos – erleichtert in hybriden und Remote-Szenarien den Informationsaustausch sowie den Wissenstransfer. 

Digital wird visuell wird asynchron: Die Evolution von Hybrid Work

Durch die visuelle Komponente wird Kommunikation zunehmend asynchron, also zeit- und ortsunabhängig und damit hochflexibel: Mitarbeiter:innen können genau dann auf Informationen zugreifen, wenn sie diese benötigen oder wenn es ihr Terminkalender erlaubt. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Weiterbildungsformate wie auch das Onboarding neuer Mitarbeiter:innen schneller und effizienter gestalten. Zudem wird im hybriden Arbeitsalltag, wo Kolleg:innen sich nicht eben schnell über den Tisch hinweg austauschen können, der effiziente Austausch von Know-how unterstützt.

Videos stellen dabei die Meisterklasse der visuellen Kommunikation dar – laut einer aktuellen Studie von TechSmith bevorzugen 83 Prozent der Befragten Videos gegenüber Audio- oder Textformaten, wenn es um Anleitungen, Fakten oder andere informative Inhalte geht. Insbesondere informelle Videos, also kurze Videos, die von den Mitarbeiter:innen selbst zu verschiedenen Themen und mit relativ überschaubarem Produktionsaufwand erstellt werden, stehen dafür hoch im Kurs. Das können beispielsweise Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Software-Nutzung oder regelmäßige Status-Quo-Updates sein.

Diese Art des Wissensaustauschs fördert nicht nur eine inklusive, demokratische und interaktive Lernkultur im Unternehmen, sondern stellt auch eine effektive Methode dar, um Phänomenen wie Zoom Fatigue und Proximity Bias entgegenzuwirken und die Mitarbeiterbindung zu verbessern. Wie genau das funktioniert weiß Anton Bollen, European Customer & Market Strategist bei TechSmith.