Digitaler Lebensstil

Lernen als Teil des Digital Workplace

https://youtu.be/i_kJiguRus8
Saarbrücken, Juni 2019 - Der Digitale Lebensstil verändert die Art und Weise, wie wir uns informieren, lesen und lernen. Während wir früher in Kursen gedacht haben, Lernprozesse "organisiert" sein mussten und wir zur Wissensvermittlung ein ganzes Buch gekauft haben, gehen wir heute auf die Suche nach kleinen Wissenshäppchen, die genau zu unseren Problemen oder Fragen passen. Volker Zimmermann von NEOCOSMO beschreibt heutige Formen des Lernens: Das können Videos auf Youtube sein, Artikel in diversen Plattformen oder Micro-Courses in Lern- und Wissensportalen.

Vor dem Hintergrund muss es Ziel im Unternehmen sein, Informationen, News und relevantes Wissen jederzeit auf Knopfdruck und bedarfsorientiert den Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Informelles und soziales Lernen müssen mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt werden. Diese Systeme sind im Gegensatz zu formellen Angeboten leichter zu administrieren und weniger aufwändig zu betreuen, weil sie auf die Beteiligung der Mitarbeiter im Prozess der Wissenserstellung und des Einbringens von Inhalten setzen.

Im Unterschied zu den formellen Ansätzen werden die neuen Lösungsansätzen nicht aus dem HR-Bereich getrieben. Digitales Lernen wird technologisch Teil des Digital Workplace und Social Intranet. Videoportale sowie Lern- und Wissensbibliotheken sind die technische Basis, sie werden im Digital Workplace integriert, um Inhalte jeglicher Art und jeglichen Formats schnell zu finden. Um die Inhalte gleichzeitig zu strukturieren, bieten diese Technologien nicht nur das Wissen in Bibliotheksform an, sondern es kann dort zu Dossiers, Lernmodulen und Lernpfaden zusammengestellt werden. Mitarbeiter können Themen abonnieren und werden dann automatisch benachrichtigt, wenn relevante Inhalte veröffentlich werden. Methoden der Künstlichen Intelligenz werden eingesetzt, um Empfehlungen für Inhalte auf Basis von Aufgabenbereichen und Problemen zu geben.

In diesem Zuge wird die Verantwortung für das Lernen schrittweise verlagert. Bereiche wie "Corporate Communication", "Digital Business" und die Fachbereiche selbst werden sich auch um die Wissensvermittlung kümmern. Im HR Bereich bleibt natürlich ein gewisser Teil der Weiterbildungsverantwortung bestehen, aber eigentlich nur der, der sich um langfristige Kompetenzentwicklung kümmert. Der Großteil der Wissensvermittlung wird hingegen am Arbeitsplatz stattfinden: im Digital Workplace als Informations- und Wissensdrehscheibe.