KI steht für Kreative Ideen: 225 Schulprojekte
Hamburg, Januar 2026 - Künstliche Intelligenz ist für junge Menschen heute ein Werkzeug, das sie kreativ und verantwortungsbewusst einsetzen. Das zeigt der bundesweite KI-Ideenwettbewerb 2025 von fobizz: 225 Schulklassen und Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und von deutschen Auslandsschulen reichten innovative Projekte ein - von der Grundschule bis zur Oberstufe, von Förderschulen bis zu beruflichen Schulen.
"Die Bandbreite und Qualität der Projekte hat uns als Jury beeindruckt", sagt Matthias Graf von Kielmansegg, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung. "Man sieht hier ganz deutlich: Schulen können junge Menschen hervorragend auf die digitale Zukunft vorbereiten, wenn wir ihnen den Raum dafür geben."
Schülerinnen und Schüler wollen KI aktiv gestalten
Über die Hälfte aller Projekte fiel in die Kategorie "KI gestalten". Die Jugendlichen entwickelten Ideen und Konzepte für eigene KI-Anwendungen für konkrete Probleme aus ihrem Alltag. So entstand ein KI-Dialektübersetzer namens "Oachkatzlschwoaf" für den Salzburger Pinzgau oder "KI gegen Schulstress", eine Anwendung mit personalisierten Atemübungen.
Rund ein Viertel der Projekte widmete sich dem Schwerpunkt "KI entdecken" und dokumentierte, wo KI bereits im Alltag vorkommt. Knapp ein Viertel wählte "KI verbessern" und setzte sich kritisch mit bestehenden Systemen auseinander, etwa mit Vorurteilen in Bild-KI-Tools.
Von Grundschule bis Berufsschule: KI-Kompetenz in allen Altersstufen
Die drei Erstplatzierten zeigen die Vielfalt: Das Bunsen-Gymnasium Heidelberg gewann in "KI entdecken", die Grundschule Schwabhausen in "KI gestalten". Dort erweckten Zweitklässler ihre Zeichnungen von KI-Ideen mithilfe von KI-Tools zum Leben. Die Gesamtschule Pulheim siegte in "KI verbessern" mit einer Untersuchung zu Verzerrungen in KI-Anwendungen.
"Künstliche Intelligenz wird die Lebens- und Arbeitswelt unserer Schülerinnen und Schüler prägen", erklärt Julia Puchta, Standortleiterin der Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. "Deshalb ist es wichtig, dass sie früh lernen, diese Technologie zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und kreativ zu nutzen."
Kreativ und kritisch: So arbeiten junge Menschen mit KI
Die Projekte zeigen einen differenzierten Umgang mit KI. Die Teams nutzten verschiedene Tools, von Chatbots über Bildgeneratoren bis zu Übersetzungsprogrammen, und kombinierten sie kreativ. Ältere Schülerinnen und Schüler analysierten Bias in KI-Systemen und reflektierten bewusst, wo KI sinnvoll unterstützt und wo das eigene Denken gefragt ist.
Berufsschülerinnen und Berufsschüler knüpften direkt an ihre Ausbildung an: Ein Team aus Wolfenbüttel entwickelte den "KI-Teddy" als Unterstützung in der sozialpädagogischen Ausbildung, eine Gruppe aus Waren erarbeitete Leitlinien für ethische KI-Nutzung im Schulkontext.
Die Auswahl erfolgte durch eine 16-köpfige Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung. Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Merholz resümierte: "Nach diesem Wettbewerb habe ich die Überlegung, ob KI vielleicht die perfekte Abkürzung für 'Kreative Ideen' sein sollte."


